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Irrtümer zu Martin Luther und den Protestanten Luther kämpfte gegen den Abl

Nov 10, 2011

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Irrtümer zu Martin Luther und den Protestanten

 

Luther kämpfte gegen den Ablasshandel

Es ist eine weitverbreitete, aber falsche Ansicht: Luther ist nicht wegen seiner grundsätzlichen Ablehnung des Ablasshandels zu dem großen Kirchenreformator geworden, als den Sie ihn heute kennen. In Wahrheit wandte er sich nur gegen eine bestimmte Form des Ablasshandels, und zwar gegen den zur Finanzierung des Petersdoms in Rom ausgeschriebenen „Peterskirchen-Ablass“. Hintergrund: Dieser Ablass ließ sich, anders als andere, auch nach dem Tod erwerben, also ohne die Taten zu bereuen. Schon das Geld allein sollte den Erlass der Sünde garantieren. Hier sah Luther einen Missbrauch, und den griff er in seinen 95 Thesen an.

Luther schlug seine Thesen an eine Kirchentür an

Mit großer Wahrscheinlichkeit hat dieses Ereignis niemals stattgefunden! Berichte von Augenzeugen gibt es jedenfalls keine. Einziges Zeugnis ist ein lateinisch abgefasster, handschriftlicher Brief eines Zeitgenossen, der lange falsch übersetzt und missverstanden wurde. Korrekt lautet er so: „Im Jahre 1517 legte Luther in Wittenberg an der Elbe nach altem Universitätsbrauch gewisse Sätze zur Disputation vor, jedoch in bescheidener Weise, und ohne damit jemanden beschimpfen oder beleidigen zu wollen.“ Luther hat seine Thesen also auf dem ganz normalen „Dienstweg“ eines ordentlichen Professors vorgetragen – wie es sich gehört.

Der Gottesdienst ist bei Protestanten unwichtig

Falsch. Es gibt zwar keine Sonntagspflicht wie bei den Katholiken, aber es gibt das 3. Gebot – in der Übersetzung Luthers: „Du sollst den Feiertag heiligen.“ Aber den heiligt man für Luther nicht schon mit dem bloßen Gang zur Kirche. Vielmehr mahnt er: „In der Messe tut’s not, dass wir auch mit dem Herzen dabei sind.”

Im Protestantismus sind gute Werke nicht so wichtig

Schon Martin Luther wehrte sich gegen dieses Missverständnis: „Sie beschuldigen mich, ich verbiete gute Werke”, notierte er in seiner Schrift „Von den guten Werken“ (1520) und stellte klar: „Die Freiheit des Glaubens gibt keinen Freibrief zur Sünde.” Er wollte gute Werke nicht abschaffen, sondern ihre innere Logik umkehren: Nicht weil ein Mensch gute Werke tut, wird er von Gott geliebt – sondern weil er von Gott geliebt wird, wird er frei, gute Werke zu tun und sich seinen Mitmenschen zuzuwenden.

Luther hat die Beichte für die Protestanten abgeschafft

Aber nein. Luther hat das Bußsakrament abgeschafft, aber nicht die Beichte. Er hat sie im Gegenteil geschätzt und empfohlen: Die Beichte sei ein „köstlich und tröstlich Ding”. Er selbst ging bis zu seinem Tod regelmäßig beichten. Er wollte nur, dass man nicht aus Zwang beichtet und sich mit unehrlichen, floskelhaften Schuldbekenntnissen die Absolution des Pfarrers holt. Protestanten überlassen es deshalb dem Einzelnen, ob er von der Aussprache mit dem Pfarrer Gebrauch macht oder nicht.

Autorin: Bettina Röttgers